Über uns
Das Zusammenleben mit Hunden begann als Kind mit einem Weimaraner.
Arras vom Schönbuch begleitete meinen Vater am Wochenende auf die Jagd und verstand es perfekt unter der Woche seine 2 Frauen, meine Mutter und mich, um die Pfote zu wickeln.
Die Leidenschaft für Retriever, meine Retrievermania, hat mich mit dem Einzug der 8 Wochen alten Golden Retrieverhündin Zania vom Forsthaus Weyhausen (07.04.1992 -14.05.2004) in Besitz genommen. Das weiße Wollknäuel war eine einzige Augenweide und vom 1. Tag an die souveräne Chefin auf dem Bauernhof.
Von Anfang an war ich von der Ausgeglichenheit, dem freundlichen und sanften Wesen und natürlich von der Schönheit des Golden Retrievers fasziniert. Ein Leben ohne diese Hunde war für mich fortan nicht mehr vorstellbar. Das Skifahren wurde gegen wundervolle Schneespaziergänge, Städtereisen gegen Bergwanderungen und die Nordsee gegen das Mittelmeer eingetauscht. War der Hund nicht dabei, sank die Lebensqualität.
Nach dem traurigen Abschied von Zania im Mai 2004 – wie schnell vergehen 12 Jahre – begann ab Herbst wieder die Welpensuche. Mein Weg führte mich im November in den wilden Süden nach Dettighofen, nahe Schaffhausen. Beate und Thomas Schwarz hatten zu dieser Zeit mit ihrem Zwinger Herma Ness ihren F-Wurf. Das 6 köpfige Rudel und 12 Welpen erwarteten mich. Im Gespräch ergab sich, dass Beate auch für einen der Rudelmitglieder einen Platz suchte: Cool Marker’s Armani, ein schlanker, hochbeiniger, bildschöner Rüde, der obendrein in der Dummyklasse F bereits erfolgreich Lorbeeren gesammelt hatte.
Mit seinen unverwechselbaren Stirnfalten und die Art, wie er die „Pfote auflegt“ hat er mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Welpen traten ziemlich schnell in den Hintergrund.
Liebe auf den ersten Blick!!!
Zahlreiche Telefonate folgten. Traute ich mir einen fast fertigen Hund zu? Dazu kam: Armani war schon sehr weit ausgebildet und auch schon sehr erfolgreich. Konnte ich ihm überhaupt gerecht werden? Ich wusste ja gerade mal wie man „Dummy“ schreibt, aber damit arbeiten?
Nach zwei zusätzlichen Besuchen in Dettighofen stand mein Entschluss fest:
Wir versuchen eine beidseitige Probezeit von 2 Monaten.
Anfang Januar 2005 holte ich Armani nach München.
Die Umstellung (weg vom Rudel, vom Landleben auf eine Dachterrasse mitten in der Stadt,
viele neue Eindrücke wie Aufzug, Tiefgarage, Großstadt) hat er perfekt verarbeitet.
Innenstadt und Nightlife haben wir die ersten Wochen gemieden und uns voll auf den
Englischen Garten und das bayerische Voralpenland konzentriert.
Kino oder Opernbesuche fielen aus. In den ersten 2 Monaten waren wir permanent zusammen.
Mittlerweile schaffen wir es bis zu einem „Tristan“– er zuhause und ich im Opernhaus!
Die 2 Monate vergingen wie im Fluge, ohne eine Sekunde des Zweifelns. Armani wurde immer freier und im Laufe des Sommers ist er endgültig angekommen. Die Dummyarbeit macht große Freude. Ihm sowieso und mir mit wachsenden Erfolg ebenfalls. Die Möglichkeit, ein Team zu werden und die Bindung dadurch noch zu verbessern ist eine großartige Angelegenheit. Was gibt es Schöneres, als einen glücklichen „geistig“ ausgelasteten Hund?
Nachdem die Basics wie Dummys, Gummistiefel, Wachsjacke, Sitzrucksack, Schießweste (wegen Hasentasche), besorgt und die komplette Garderobe von schwarz-grau-rot auf grün-braun (!) umgestellt; diverse Dummytrainingseinheiten bei Anke Bogaerts besucht, 3 mal auf der (!) Retrievermania in Altaussee mit Johan Grooaters, Louis Reynders, Karel van Loo gewesen; das Buch über die 3 Apporte gelesen, in das mir Anke Bogarts so nett als Widmung geschrieben hat: „Wenn du dieses Buch studierst, weißt du genau soviel wie Armani !“ wird es Zeit, sich der Wirklichkeit zu stellen und sich zum ersten Working-Test anzumelden. Wir müssen allerdings in “F“ starten. Drückt uns bitte die Daumen.
Darüber werden wir unter Aktuelles berichten!
Mai 2006